Welcome to the Arnold Schönberg Center!
Please note the following rules for your visit:
1. GENERAL INFORMATION FOR YOUR VISIT
2. INFORMATION ON ATTENDING THE EVENTS
1. GENERAL INFORMATION FOR YOUR VISIT
MASK: Wearing a mask is mandatory.
WASHING OF HANDS: Wash your hands regularly for at least 20 seconds or use our disinfectant dispensers.
2. INFORMATION ON ATTENDING THE EVENTS
2.1. TICKET PURCHASE AND RESERVATION
Attendance at the concert is only possible with registration: Tel. +43 1 712 18 88 | schoenberg.at
The registration of your contact details (name and phone number) is required under careful consideration of data protection regulations.
A maximum of two tickets per performance can be purchased by one person in order to facilitate contact tracing for health authorities if necessary.
Please buy/reserve tickets only for yourself and one accompanying person. Ticket buyers agree to provide the names and contact details of their accompanying person if requested by the authorities.
A ticket should only be passed on if you are able to provide the health authorities with the contact details of the new ticket holder in case of contact tracing.
2.2. ATTENDING THE CONCERT
Concert attendance is only possible if tested, vaccinated or recovered (3G-rule). Wearing a mask during an event is mandatory. The validity periods set by the federal government apply:
tested: PCR tests are valid for 48 hours, antigen tests (e.g. test lane, pharmacy) are valid for 24 hours. Antigen self-tests are no longer considered entry tests.
recovered: Confirmation of COVID-19 disease within the last 6 months. The certificate of segregation or a medical certificate are valid. Proof of antibodies is valid for 90 days from the date of testing. For previously recovered persons who have been vaccinated once, the vaccination is valid for 270 days from the date of vaccination.
vaccinated: Confirmation of COVID-19 vaccination: vaccination is not considered evidence of a low epidemiologic risk until immunization is complete. For persons vaccinated with Johnson & Johnson, vaccination must have occurred at least 22 days previously.
Visiting with children: Children over the age of 6 must present a negative test result.
Please note: On-site testing is not possible.
We are required to check that the name on your ticket corresponds with your name. Please keep your ID ready.
During the visit please note our general rules for concerts.
Admission to the concert hall is 30 minutes before the start of the event.
You will be seated in accordance with the legal requirements. It is not possible to occupy adjacent seats.
2.3. AFTER THE CONCERT
In case that you are suspected or tested positive shortly after the event, please contact the health advice service 1450, which will decide on how to proceed.
We kindly ask you to refrain from attending the concert if you have any symptoms of illness.
We are looking forward to your visit!
Kritische Gesamtausgabe der musikalischen Werke Arnold Schönbergs
Arnold Schönberg Gesamtausgabe Forschungsstelle
Jägerstraße 22/23
D-10117 Berlin
Tel. +49 30 2037033
schoenberg{at}bbaw.de
www.schoenberg-gesamtausgabe.de
Die Editionsarbeiten werden gefördert durch die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, vertreten durch die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Bonn, und der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, Berlin, sowie durch die Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien.
Kritische Gesamtausgabe der Schriften Arnold Schönbergs
herausgegeben von der Internationalen Schönberg Gesellschaft
in Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center, Wien
Editionsleitung
em. o. Univ.-Prof. MMag. Dr. Hartmut Krones (krones{at}mdw.ac.at)
Wissenschaftliche Mitarbeit
Meike Wilfing-Albrecht BA BA MA
Anschrift
Internationale Schönberg-Gesellschaft
Castellezgasse 25/3/14
A-1020 Wien
Tel. +43 676 6859471
Im Herbst 2011 konnten die umfangreichen Vorarbeiten, die vor allem die Erfassung, Sichtung, Bewertung und Neu-Übertragung sämtlicher Quellen betrafen, großteils abgeschlossen werden. Mitarbeiter der Ausgabe haben damals ein vollständiges Verzeichnis der Schriften Schönbergs vorgelegt:
Julia Bungardt / Nikolaus Urbanek, Topographie des Gedankens. Ein systematisches Verzeichnis der Schriften Arnold Schönbergs (unter Mitarbeit von Eike Feß, Hartmut Krones, Therese Muxeneder und Manuel Strauß), in: Hartmut Krones (Hrsg.), Arnold Schönberg in seinen Schriften. Verzeichnis – Fragen – Editorisches, Böhlau: Wien 2011 (= Schriften des Wissenschaftszentrums Arnold Schönberg 3) , S. 331-614.
Dieser Band enthält auch die Ergebnisse eines 2005 veranstalteten Symposions, dessen Beiträge sich sowohl grundsätzlich mit den Schriften Schönbergs befaßten als auch unter dem besonderen Blickwinkel ihrer editorischen Bewältigung.
Um über den Stand unserer Arbeit zu informieren und dem breiten Interesse von Wissenschaft und Öffentlichkeit entgegenzukommen (insbesondere, um Hilfestellung bei der Entzifferung von Schönbergs Handschrift zu bieten), stellen wir die im Rahmen der Vorarbeiten zu unserer Ausgabe angefertigten Roh-Transkriptionen über eine Datenbank zur Verfügung; sie können von diesem Portal aus eingesehen werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Übertragungen Eigentum der Kritischen Gesamtausgabe der Schriften Arnold Schönbergs sind und in größerem Umfang nur mit unserer Zustimmung und nach vorheriger Rücksprache verwendet werden dürfen.
Eine unmißverständliche Zuordnung der zahlreichen bisher unveröffentlichten Schriften ist durch die Verwendung der Verzeichnisnummern (Topographie des Gedankens, s. o.) gewährleistet, in Publikationen sollte der Nachweis folgendermaßen lauten:
mit freundlicher Genehmigung zitiert nach Transkriptionen, die im Zuge der Vorarbeiten an der Kritischen Gesamtausgabe der Schriften Arnold Schönbergs (hrsg. von Hartmut Krones, Therese Muxeneder und Gerold W. Gruber unter Mitarbeit von Julia Bungardt, Eike Rathgeber und Nikolaus Urbanek) angefertigt wurden.
Die Kritische Gesamtausgabe der Schriften Arnold Schönbergs wurde bzw. wird gefördert durch:
![]()
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), Wien (2003–2009)
Ernst von Siemens Musikstiftung (2009–2011, 2014–2016, 2019/20–2021/22)
Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank
Zukunftsfonds der Republik Österreich
Avenir Foundation, Wheat Ridge/Colorado
Arnold Schönberg Center, Wien
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Wissenschafts- und Forschungsförderung der Stadt Wien
Internationale Schönberg-Gesellschaft
Stand der Edition (Januar 2020)
Arnold Schönberg: Der musikalische Gedanke | Sämtliche Schriften. Kritische Gesamtausgabe. Abteilung II. Lehrwerke. Band 6. Fragment gebliebene Lehrwerke I. Hrsg. von Hartmut Krones. Wien: Universal Edition 2018. 455 S.
Arnold Schönberg: (Gehaltene) Vorträge I (1911–1933) | Sämtliche Schriften. Kritische Gesamtausgabe. Abteilung III. Aufsätze und Vorträge. Band 3. Erscheint 2020. Hrsg. von Eike Feß und Hartmut Krones unter Mitarbeit von Meike Wilfing-Albrecht
Reihe: Briefwechsel der Wiener Schule
Edition
Die vom Staatlichen Institut für Musikforschung, Preußischer Kulturbesitz, Berlin, unter Leitung von Thomas Ertelt veranstaltete Edition der Briefwechsel der Wiener Schule soll einen der bedeutendsten Quellenkomplexe zur Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts zugänglich machen. Neben der Erschließung und philologischen Aufarbeitung wird besonderes Gewicht auf eine sorgfältige und eingehende Kommentierung gelegt.
Bände
1995 konnte der erste Band im Verlag der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt vorgelegt werden: der Briefwechsel zwischen Alexander Zemlinsky und Schönberg (mit den kleineren Korrespondenzen Zemlinskys mit Franz Schreker, Webern und Berg), herausgegeben von Horst Weber, Essen. 2007 erschien bei Schott Music als Band 3 der Briefwechsel zwischen Arnold Schönberg und Alban Berg, herausgegeben von Juliane Brand, Christopher Hailey und Andreas Meyer.
I. Allegro
II. Intermezzo: Allegro ma non troppo
III. Andante con moto
IV. Rondo alla zingarese
DURATION: ca. 40 Min.
PUBLISHER:
G. Schirmer (Music Sales Classical)
Belmont Music Publishers (USA, Canada, Mexico)
„Ich maße mir das Verdienst an, eine wahrhaft neue Musik geschrieben zu haben, welche, wie sie auf der Tradition beruht, zur Tradition zu werden bestimmt ist.“ Arnold Schönbergs 1931 im Essay „Nationale Musik“ reflektierter Traditionsbezug basiert auf geschichtlicher Notwendigkeit, welche sich nicht in technisch-mechanischer Materialbewältigung manifestiert, sondern durch deren künstlerische Grenzüberschreitung als existenzielle Dimension legitimiert wird. Tradition und Neuheit in der Kunst stehen zueinander in dialektischer Spannung, wie Thomas Mann durch seine von Schönbergs „Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“ inspirierte Künstlergestalt Adrian Leverkühn im Roman „Doktor Faustus“ subsummiert: „Denn so wenig man das Neue und Junge verstehen kann, ohne in der Tradition zu Hause zu sein, so unecht und steril muß die Liebe zum Alten bleiben, wenn man sich dem Neuen verschließt, das mit geschichtlicher Notwendigkeit daraus hervorgegangen.“ (Traditionsbezug ist nicht Ausdruck künstlerischer Simplifizierung eines überlieferten ästhetischen Konzepts, sondern dessen notwendige Fortgestaltung und -denkung: „Ich lege nicht so sehr Gewicht darauf, ein musikalischer Bauernschreck zu sein, als vielmehr ein natürlicher Fortsetzer richtig verstandener, guter, alter Tradition.“ (Schönberg an Werner Reinhart, 9. Juli 1923) In „Bemerkungen zu den vier Streichquartetten“ bekannte Schönberg 1949, sein musikalisches Wissen ginge auf die von akademischem Zwang unberührten autodidaktischen Studien der Werke seiner Vorbilder Bach und Mozart („in erster Linie“) sowie Beethoven, Brahms und Wagner („in zweiter“) zurück.
Arnold Schönberg schulte sein satztechnisches und formales Verständnis ebenso wie jenes der Instrumentierung von Jugend an durch Bearbeitung von Werken anderer Komponisten. Für den jungen Musiker waren die Arrangements von Operetten (etwa von Robert Fischhof, Richard Heuberger, Leo Fall, Edmund Eysler und Franz Lehár) und das Auschreiben von Klavierauszügen, die ihm das berufliche Überleben sicherten. Durch Vermittlung seines Schwagers Alexander Zemlinsky (bis 1906 künstlerischer Leiter des Wiener Carltheaters) erhielt Schönberg eine Reihe von Aufträgen für Instrumentationen, zudem entstanden für Verlage Arrangements für Klavier zu zwei oder vier Händen (darunter die vierhändigen Klavierauszüge aus Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“, Lortzings „Waffenschmid“ sowie Schuberts „Rosamunde“ für die Universal Edition). Waren es in späterer Zeit vor allem die Arrangements von großbesetzten Werken für kleineres Ensemble, die im Umkreis des Vereins für musikalische Privataufführungen entstanden, so schuf Schönberg in den 1920er und 1930er Jahren – auch im Hinblick auf Tantiemeneinnahmen durch Konzerte mit namhaften Dirigenten und Solisten – ohne direkten Auftrag oder Anlaß eine Reihe von Bearbeitungen der Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Matthias Georg Monn und Johannes Brahms, die über die im Sinne einer instrumentalen Neuordnung zu verstehenden Arrangements in Richtung stark individuell gefärbter Anteile weit hinausgehen.
Der musikalische Autodidakt Arnold Schönberg war in seiner Jugend „ausschließlich Brahmsianer“ ehe er durch seinen Mentor und Freund Alexander Zemlinsky Wagner gleichermaßen zu verehren begann: „Deshalb zeigen auch Kompositionen aus dieser Zeit, wie zum Beispiel ‚Verklärte Nacht‘, einerseits Wagnerische Technik [...] andererseits Gebilde, die nach dem Muster von Brahms‘ ‚Technik der entwickelnden Variation‘ – wie ich es genannt habe – geformt waren.“ (Schönberg, „Rückblick“, 1949) Die Beziehung des „konservativen Revolutionärs“ Schönberg (nach Hanns Eislers berühmtem Diktum über seinen Lehrer) zu „Brahms, dem Fortschrittlichen“ (der Titel eines Schönberg-Vortrags aus dem Jahr 1933) ist jedoch nicht auf kompositionstechnische Aspekte beschränkt. Gemeinsam war beiden neben der Neigung zur Polemik auch jene zur Chiffrierung autobiographischer Momente durch Musik, in deren Symbolsprache der persönliche Ausdruck ein unmittelbares Ventil fand.
Auf Anregung des Dirigenten Otto Klemperer entstand zwischen 2. Mai und 19. September 1937 in Los Angeles Schönbergs „postumer“ Beitrag zur Symphonik von Johannes Brahms, den er gelegentlich scherzhaft und dennoch mit Stolz als „Fünfte Symphonie“ seines großen Vorbilds bezeichnete: die Bearbeitung von dessen Klavierquartett in g-Moll op. 25. In der von Peter Heyworth herausgegebenen Anthologie Gespräche mit Klemperer (1974) ist eine aussagekräftige Bemerkung des Dirigenten der Uraufführung überliefert: „Man mag das Originalquartett gar nicht mehr hören, so schön klingt die Bearbeitung.“ Was für eingefleischte Brahmsianer als pure Blasphemie und Negierung aller Grenzen eines Arrangeurs klingen mag, hat Schönberg in einem Akt selbstbewußter Neugestaltung für großes Orchester geschaffen, obwohl er selbst bescheiden – und auch als Understatement – formulierte: „Ich hatte nur diesen Klang auf das Orchester zu übertragen, und nichts anderes habe ich getan.“ (Brief an den Kritiker Alfred Frankenstein vom 18. März 1939) Über den Anreiz zur Beschäftigung mit dem Werk erfahren wir weiters: „1. Ich mag das Stück. 2. Es wird selten gespielt. 3. Es wird immer sehr schlecht gespielt, weil der Pianist, je besser er ist, desto lauter spielt, und man nichts von den Streichern hört. Ich wollte einmal alles hören, und das habe ich erreicht.“
Schönbergs kompromißlose Freiheiten bei der Lesung der Vorlage sind erheblich – und dennoch bleibt die Originalpartitur, was ihren kompositorischen Text anbelangt, geradezu dogmatisch unangetastet. Neu ist die Interpretation der musikalischen Tiefenperspektive, welche die „kammermusikalische Diskretion schroff verletzt“ (Peter Gülke), der von Brahms für vier Spieler vorgesehenen Diskurs wird nun auf ein großes Orchester mit Schlagwerk transponiert. „Meine Absichten: Streng im Stil von Brahms zu bleiben und nicht weiter zu gehen, als er selbst gegangen wäre, wenn er heute noch lebte.“
© Therese Muxeneder
Arnold Schönberg Center



